Gemeindetagebuch 2022

In tiefer Trauer denken wir in diesen Stunden an Thomas Nowak. Mit ihm haben wir einen Menschen verloren, der unser Gemeindeleben über so viele Jahre hinweg mitgeprägt hat – als Vorsitzender des Kirchenvorstandes, als Lektor und mehr noch als all dies als Mensch, der all den Menschen um ihn her immer aufmerksam zugewandt war und sich mit und für andere eingesetzt hat.

Die Johanneskirche ist ohne Thomas Nowak und sein Engagement eigentlich gar nicht vorstellbar. So viele Wegstrecken und Meilensteine hat er mitgestaltet und mitverantwortet. So viele Gottesdienste mit uns gefeiert. So viele Feste und Kirchenjahre mit uns begangen. Noch vor einer Woche saßen wir im Kirchenvorstand beieinander. Und keiner hätte gedacht, dass dies eine der, wenn nicht gar die letzte Begegnung mit ihm sein sollte.

Thomas Nowak wird uns fehlen und fehlt uns schon jetzt. Wir gedenken seiner in tiefer Trauer und großer Dankbarkeit für all das, was wir als Johannesgemeinde mit Thomas teilen durften. Noch fehlen die Worte um die Ereignisse dieses Tages irgendwie zu fassen. Und doch bleibt durch all das hindurch unsere Hoffnung im christlichen Glauben, dass uns Gottes Licht auch durch alle Dunkelheit hindurch entgegenleuchtet und Thomas nun jener Verheißung entgegengeht, die ihm in der Taufe zugesagt ist.

Thomas Nowak *1968 - +2022

Jesus Christus spricht:  Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.

Ein Kirchplatz voller Friedenswünsche

Immer freitags feiern die katholischen und evangelischen Dritt- und ViertklässlerInnen der Melchior Franck Schule Schulgottesdienst. In diesen Zeiten bewegt die Schülerinnen und Schüler besonders das Thema "Frieden". Daher haben wir im Rahmen des Schulgottesdienstes den Kirchplatz der Johanneskirche mit Wünschen für den Frieden beschrieben und bemalt. Ein tolles Zeichen, wie wichtig den Kindern der Frieden ist!

Läuteordnung aktualisiert

Am 7. Dezember 2021 lud der Kirchenvorstand zum Gespräch über unsere Glocken. Dazu fanden sich in unserer Johanneskirche 20 Interessierte zusammen – Liebhaber wie Kritiker – die sich so über das jeweilige Empfinden der Glockenschläge austauschen konnten. Der Glockenschlag der Johanneskirche an sich wurde dabei von keinem der Beteiligten in Fragegestellt, vielmehr ging es um Fragen der Lautstärke, Länge und die Zeiten. In sachlicher Atmosphäre konnten wir die Argumente des jeweils anderen hören und zur Kenntnis nehmen. Gerade weil wir uns darüber im Klaren sind, dass unser Glockenschlag ein sehr emotionales Thema ist, freut uns das sehr. Auch im Nachgang an das Gespräch haben uns per Mail, über Facebook und als Reaktion auf den Presseartikel noch viele Rückmeldungen erreicht. Im Januar kam der Kirchenvorstand nun zusammen um die Rückmeldungen mit etwas Abstand auszuwerten und die „Läuteordnung“ der Johanneskirche dahingehend zu überprüfen.

Die Menge der positiven Rückmeldungen überwog die kritischen Stimmen um ein Vielfaches. Trotzdem hat sich der Kirchenvorstand bei der Bewertung der Rückmeldung dazu entschlossen, dieses Thema nicht nur quantitativ zu bewerten, sondern inhaltlich genau zu schauen, wo angemessen auf manch vorgebrachtes Argument eingegangen werden kann. In den Sitzungen im Januar und Februar wurde daher beschlossen an einigen Punkten nachzubessern und die Länge der Läutzeiten an manchen Stellen anzupassen.